Alle,  Keramik,  Kostenlose Tools

Was muss ich beim Töpfern beachten?

Hinweise für Tonarbeiten

 

Wenn Du keinen eigenen Brennofen hast, Deine Kreativität aber trotzdem ausleben möchtest, kannst Du Deine Ware zum Lohnbrennen geben. Nachdem Du Dein Werkstück vollendet hast, muss es etwa 1-2 Wochen trocknen. Dann wird es bei 900 – 1000 °C gebrannt (Roh- bzw. Schrühbrand). Nach dem Brand ist aus Deinem Stück ein fester Tonscherben geworden. Der Scherben kann nicht mehr verformt oder durch Feuchtigkeit aufgelöst werden. Du kannst ihn so belassen oder mit keramischen Farben und Glasuren zu dekorieren (glasieren/bemalen). Um die Glasur mit dem Tonscherben zu verbinden und eine grifffeste Oberfläche zu erzielen wird das Werkstück nach dem Glasieren erneut, bei 1000 – 1300 °C, gebrannt. Beim Glasurbrand verbindet sich die Glasur mit dem Scherben verleiht ihm eine glasartige Oberfläche.

 

Bitte beachte für Dein kreatives Arbeiten mit Ton Folgendes:

1. Materialeinkauf

Ton bzw. keramische Masse Bevor Du Dir einen Ton (keramische Masse) kaufst, überlege was Du formen möchtest und ob Dein Werkstück frostsicher sein soll. Lass Dich im Fachhandel beraten, welcher Ton für Dein Vorhaben am besten geeignet ist. Notiere Dir immer welchen Ton Du verwendet hast (-> Bezeichnung, Steingut oder Steinzeug und die Temperatur bei der die Masse gebrannt werden soll). Du kannst den Ton auch über unseren Internet Shop beziehen. Glasur Die Glasur muss auf den verwendeten Ton (keramische Masse) abgestimmt sein. Zunächst einmal gilt: Steingutglasuren für Steingut und Steinzeugglasuren für Steinzeug. Darüber hinaus ist zu beachten, bei wie viel Grad der Glasurbrand von statten gehen soll. Sowohl die Hersteller der keramischen Massen als auch die Glasurerzeuger geben die Temperaturbereiche an, für die Ihre Produkte geeignet sind.

2. Tonverarbeitung

Verwende für ein und dasselbe Werkstück nur die gleiche keramische Masse. Wenn Du Tonwülste übereinander legst oder Platten zusammensetzt, achte darauf diese mit gut – eventuell mit Schlicker (Tonbrei, dem verwendeten Ton wird Wasser zugesetzt ) zusammen zu pressen und auch zu verstreichen. Um Tonstücke miteinander zu verbinden, müssen diese verstrichen werden. Vermeide Luftblasen. Durch Lufteinschlüsse kann es beim Brand zu Rissbildung oder sogar zum Bruch Deines Werkstücks kommen. Höhle dickere Werkstücke aus. Die Wandstärken sollten nicht dicker als 3 cm sein. Je gleichmäßiger Du dabei arbeitest, umso weniger Spannungen wird Dein Werkstück beim Trocknen und Brennen bekommen.  Lasse das Werkstück ganz langsam, etwa 1-2 Wochen trocknen. Keinesfalls föhnen, auf die Heizung oder in die Sonne stellen. (Rissgefahr!)

3. Transport

Für den Transport stellst Du Deine Schätze in eine stabile Box. Damit Deine Stücke beim Transport nicht ineinander rutschen packst Du Schaumgummi, Küchenrolle oder Zeitungspapier dazwischen. Du musst dabei sehr vorsichtig sein. Beachte, dass trockener Ton leicht zerfällt. Dann nimmst Du eine größere Box legst diese mit Schaumgummi oder einem weichen Material aus und stellst die erste Box hinein. Jetzt sollte Deine Ware ausreichend gegen leichte Stoßbelastungen gesichert sein. Wenn Du Angst hast, dass Deine Werke beim Transport brechen könnten, kannst Du diese auch gerne im lederharten Zustand vorbei bringen. Als lederhart bezeichnet man einen Ton, der nicht mehr plastisch verformbar, aber auch noch nicht trocken und brüchig ist. Der Ton fasst sich ähnlich wie festes Leder oder Hartkäse an. Da Werkstücke in diesem Zustand schon fest aber noch nicht brüchig sind, können diese gut transportiert werden.

4. Brand

Bedenke, dass ein Brand auch immer eine Gefahr für das Werkstück darstellt. Lufteinschlüsse oder kleinste Risse können die Ursache dafür sein, dass ein Stück beim Brand kaputt geht.  Damit Deine Werke nach dem Brand eindeutig zuordenbar sind, ist eine Markierung im Ton (z.B. auf der Unterseite) hilfreich.

5. Glasur

Glasur ist nicht gleich Glasur, wenn Du Dir ganz sicher sein möchtest, fertige Dir Probeplättchen aus der verwendeten Masse an (mindestens 2 Stück pro Glasur) und glasiere diese nach dem Schrühbrand. Beim Glasurbrand wird dann ein Plättchen stehend und das andere liegend in den Ofen eingesetzt. Beachte, dass die Stellfläche frei von Glasur sein muss, da diese sonst beim Glasurbrand mit der Brennplatte verschmilzt. Durch einfaches Abwischen mit einem nassen Schwamm geht die Glasur leicht von der Stellfläche ab.

6. Glasurbrand

Gemäß unserer Standard Brände bieten wir folgende Temperaturbereiche für den Glasurbrand an:

    • Niedrigtemperatur-Glasurbrand für Steingut
    • Mitteltemperatur-Glasurbrand für Steinzeug nicht frostsicher
    • Hochtemperatur-Glasurbrand für Steinzeug frostsicher (je nach verwendeter Masse)

 

Zum Brenntemperaturrechner für Glasurbrand

 

7. Geschäftsbedingungen für MA-Art – Services.

 

 

Zu unseren Keramik Dienstleistungen

 

zurück

 

Video- und Bildquellenangabe sowie Bildlizenzen für diese Seite:
© MA-Art e.U. Miriam Auer, sowie Bilder unter Pixabay Lizenz